Paristagebuch 3. Tag
ok, das war definitv zu viel für mich. meine füsse bringen mich um und mit den blasen habe ich bestimmt noch ein paar tage spass. paris war schon immer anstrengend, aber so fertig war ich noch nie. ich sitz am bahnhof im warteraum und will mich nicht mehr bewegen müssen bis ich zu hause bin. das wird mir zwar nicht vergönnt sein, aber träumen darf man doch
gestern mein termin war ziemlich für den arsch, aber so kanns gehen. zum glück bin ich nicht nur dafür hierher gekommen. mal sehen was für eine antwort ich bekomme. auf dem heimweg bin ich noch durch die mall velizy 2 durch. hey, wenn das einkaufszenter in wikipedia erwähnt wird muss ich da doch wenigstens mal rein
ein riesiger auchan supermarkt in dem ich mich hätte totkaufen können. aber ich habe nur ein paar kleinigkeiten fürs abendbrot mitgenommen. ich habe endlich mal wieder einen livarot bekommen *mjam* der derbste stinker käse den ich kenne, aber so lecker!
heute bin ich kaum aus dem bett gekommen, aber nach einem kurzen frühstück habe ich meine letzte bus höllenfahrt hinter mich gebracht. ey, die bussfahrer haben nen fahrstil drauf, da musst du dich mit 2 händen festhalten um nicht vom sitz zu fallen.
nachdem ich meine tasche am bahnhof eingeschlossen habe (schliessfächer gibts keine mehr, dafür eine abgabe mit röntgen maschine) bin ich nochmal los. an die seine: pont neuf, am louvre was zum knabbern bei cojean geholt, dann an dem udon restaurant vorbeigekommen und es war platz. also gabs da dann mittagessen. ein klima wie in einer waschküche – obwohl zig lüfter liefen und die türen sperrangelweit offen standen – und köstliche regenwurmdicke nudeln mit algen und einem großen shrimp. und die brühe auch nicht schlecht.
dann weiter kreuz und quer durch das 1. arrondissement und angrenzende gebiete. ach ne über die seine bin ich ja auch rüber und bin da rumgestromert. für meine füsse das letzte, aber nur so kann man paris entdecken. zuerst wollte ich ja in die microbrewerie die ich in der nähe der national bibliothek entdeckt habe und dort mit bier und free wifi den tag beschliessen, aber irgendwie war die nächste RER-haltestelle immer zu weit weg.
ich bin einfach zu fett und zu untrainiert für so eine strapaze. jetzt brauch ich erstmal eine woche urlaub um mich zu erholen.
mal sehen wie nachher der tgv ist. so ein silberner phallus auf schienen steht schon die ganze zeit vor mir. aber meiner fährt erst in 2 1/2 stunden.
ich hol mal meine tasche aus der aufbewahrung ab… “olis reisetasche möchte aus dem taschen-paradies abgeholt werden!”



11.31 uhr, 24.6.09, im ice kurz nach der französischen grenze

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